Themenabend: Interkulturalität in der Mediation

Interkulturalität ist zu einem gesellschafts- und bildungspolitischen Schlüsselbegriff geworden, ausgestattet mit kognitiven und affektiven Komponenten. Denn angesichts der fortschreitenden Internationalisierung persönlicher und beruflicher Erfahrungsräume (Medien; Tourismus; Migration; europäischer Binnenmarkt) und einem gleichzeitigen Zuwachs individueller wie kollektiver Konfliktpotentiale (von der heimischen Patchwork-Familie bis zur Vielfalt trans-nationaler, grenzüberschreitender Partnerschaften) stellt sich verstärkt die Aufgabe, Menschen (besonders junge Menschen) auf soziales Handeln in einer polyglotten Gesellschaft vorzubereiten. Dazu kommen, zweitens, soziologische, psychologische und pädagogische Einsichten in Lern- und Verstehensprozesse – Einsichten, die schulische Curricula (etwa den Fremdsprachen- oder Sozialkunde-Unterricht) ebenso betreffen wie die zahlreichen Formen der Konfliktbehandlung.

Mit diesem Themenabend möchten wir die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Interkulturalität auch für die Mediation hierzulande zunehmend an Bedeutung gewinnt:

Welche Rolle spielen kulturelle Unterschiede bei der Entstehung von Konflikten, und wie kann im Rahmen der Mediation damit umgegangen werden?

Wie universell bzw. wie spezifisch sind unsere Konzepte und Methoden?

Welchen Einfluss hat unser Verständnis von Kultur darauf, wie wir einen Konflikt wahrnehmen und wie wir ihn bearbeiten?

Wie kann mit Sprachbarrieren und Machtungleichgewichten umgegangen werden?

Diesen Fragen wollen wir mit Ihnen gemeinsam nachgehen. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis werden den Themenabend anschaulich gestalten. Als theoretische Grundlage wird das Perspektiven-reflektierte Modell interkultureller Mediation von Katharina Kriegel-Schmidt vorgestellt.

Leitung: Christan von Baumbach (Mediator, Japanologe) und Volker Raddatz (Mediator, Übersetzer und Dolmetscher)

Termin: Mittwoch, 02. November 2016 – 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: ZiF e.V. , Mehringdamm 50, 10961 Berlin

Anmeldung: Zusammenwirken im Familienkonflikt e.V.

z.H. Frau Magath

Mehringdamm 50, 10961 Berlin

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Tel. 030 / 8610195 Fax. 8610195